Digital Citizen Science: Wellbeing@Home

Neue Formen der experimentellen Forschung am KIT zu Wohlbefinden, Arbeit und Bildung zu Hause

Arbeiten und Lernen erfahren gerade einen extrem großen Umbruch – was vor einigen Jahren eher zögerlich zu etablieren versucht wurde, beschleunigte die Pandemiesituation für uns alle: ein großer Teil der Arbeitenden und Lernenden verbringen viele Zeit dafür zu Hause. Dies verändert ihren Alltag und den ihrer Familien bzw. Mitbewohner:innen in erheblicher Weise.

Niemand kann besser beurteilen, wie es den Betroffenen dabei im Alltag ergeht, als sie selbst. Strategisches Ziel des Forschungsvorhabens ist es deshalb, Digital Citizen Science als neue, vielversprechende Forschungsmethode für die sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Forschung allgemein zu entwickeln und zu etablieren, in dem wir uns zunächst auf aktuelle Fragestellungen zu Wellbeing@Home konzentrieren. Damit verfolgen wir gleichzeitig die Vision des KIT „Wir schaffen und vermitteln Wissen für Gesellschaft und Umwelt.“, und gehen so einen deutlichen Schritt weiter, indem wir dies MIT der Gesellschaft tun. Dabei begreifen wir Bürger:innen nicht nur als Datensammler:innen und -lieferant:innen, sondern nutzen ihre unmittelbare Nähe zu den zahlreichen, gerade aktuell extrem forschungsrelevanten gesellschaftlichen Fragen und beziehen ihre Kreativität und Kompetenz aktiv in die Forschungsarbeit ein. Gleichzeitig wollen wir dazu beitragen, höhere Akzeptanz für Ergebnisse aus wissenschaftlichen Studien zu erreichen, Wissenschaft besser erlebbar zu machen und langfristig Wissenschaft sogar zu demokratisieren.

Im Rahmen des KIT-Exzellenzuniversitätskonzepts "Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft | Living the Change" werden mit der Initiative "KIT Future Fields" Wissenschaftler:innen des KIT gezielt darin unterstützt, hoch innovative und riskante Projekte im Grenz- und Übergangsbereich der Disziplinen zu verfolgen, die wissenschaftliche Durchbrüche erwarten lassen. Das interdisziplinäre Team, bestehend aus Prof. Christof Weinhardt (IISM), Prof. Alexander Mädche (IISM), Prof. Petra Nieken (IBU), Prof. Benjamin Scheibehenne (IISM), Prof. Nora Szech (ECON), Prof. Melanie Volkamer (AIFB) und Prof. Alexander Woll (IfSS), hat für die Digital Citizen Science eine Förderung im Rahmen einer einmaligen Future Fields Sonderausschreibung erhalten. Diese ermöglicht neue Formen der experimentellen Forschung: Digital Citizen Science zu "Wellbeing @Home" und bereitet den Weg für eine langfristige Forschungsstrategie am KIT.

Keimzelle des Projekts ist das DFG-geförderte Karlsruhe Decision & Design Lab (KD²Lab) mit seiner Infrastruktur und all den dort gebündelten Kompetenzen sowie seinem studentischen Panel von ca. 3500 Proband:innen, der aktuell zu einem Bürger:innen- und Haushaltspool ausgebaut wird (KD²Ex). Die Etablierung der Plattform wir-forschen.digital soll dann unabhängig (aber empowered) vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) für die breite Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und Ihnen die Möglichkeit geben, sich zu informieren und Teil von Digital Citizen Science zu werden. Hier können Bürgerinnen und Bürger selber in die Forschung eintauchen und sich aktiv einbringen.

Gruppe von Menschen
Wir forschen

Hier können sich Bürger:innen informieren, registrieren und selber als Citizen Scientists forschen.

Forschen Sie mit
Gebaeude am Kronenplatz
Wellbeing @Home

Konkrete Forschung mit Digital Citizen Sciene am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Informieren Sie sich
Personen hören Vortrag
Vortragsreihe

Vorträge rund um das Thema Digital Citizen Science

Terminübersicht